„Schnack am Kaffeetisch“ lädt am 16.10.2026 zum Austausch über die Geschichte und Gegenwart von Menschen mit Behinderungen ein
Lesung, Austausch und Theater über Diskriminierung, Teilhabe und ein solidarisches Miteinander | Café Hilge, Erfurt | 16.10.2026, 16-20 Uhr
Am 16. Oktober 2026 findet im Campus Café Hilge an der Universität Erfurt der „Schnack am Kaffeetisch“ statt. Die Veranstaltung ist ein sicherer Raum für Austausch über soziale Teilhabe und Diskriminierungserfahrungen von Menschen mit Behinderungen. Unser besonderes Augenmerkt gilt den Fragen eines solidarischen Miteinanders in der (Stadt-)Gesellschaft.
Die Historikerin Dr. des. Elena M.E. Kiesel organisiert die Veranstaltung, um eine Brücke zwischen wissenschaftlicher Forschung, zivilgesellschaftlicher Interessensvertretung und künstlerischer Verarbeitung von sozialer Ungleichheit zu schlagen. Als Vereinsmitglied von Blinde Flecken e.V. und Teil der Projektgruppe „Differenz – Transformation – Zusammenhalt“ an der Universität Erfurt stellt sie sich bei ihrer Arbeit oft die Frage: Wer schreibt hier eigentlich Geschichte über wen? Elena ist überzeugt: „Soziale Teilhabe und ein solidarisches Miteinander müssen wir auch in der Wissenschaft abbilden und partizipative Forschungsansätze weiterentwickeln. Das bedeutet nicht nur, Forschungsergebnisse barrierearm aufzubereiten, sondern wissenschaftliche Fragestellungen anhand von Erfahrungswissen und den Perspektiven verschiedener sozialer Gruppen zu entwickeln.“ Die Veranstaltung verbindet deshalb eine historische Bestandsaufnahme mit Erfahrungen aus der Gegenwart und Vorschlägen für ein solidarisches und respektvolles Miteinander.
Programm:
Der „Schnack am Kaffeetisch“ steht unter dem Motto: „Lasst uns nicht übereinander, sondern miteinander reden!“ Bei Kaffee und Kuchen wollen wir uns über die Geschichte und Gegenwart von Menschen mit Behinderungen unterhalten.
16:00–16:15: Ankommen
16:15–16:30: Begrüßung und Vorstellung des Projekts DiTZu „Differenz – Transformation – Zusammenhalt“
16:30–17:30: Lesung mit Dr. Pia Schmüser: „Familiäre Rehabilitation? Eine Alltagsgeschichte ostdeutscher Haushalte mit behinderten Kindern (1945–1990)“
17:30–18:00: Pause und Raum für Austausch
18:00–18:15: Gespräch Landesverband für Frauen mit Behinderungen Thüringen e.V. (LaFiT)
18:15–18:30: Pause
18:30–20:00: Aufführung „Forum-Theater“
Hinweise:
Kuchen solange der Vorrat reicht (und Getränke vom Café Hilge)
Lesung und Gespräch mit LaFiT in einfacher Sprache
digitale Übertragung der Lesung und des Gesprächs mit LaFiT
→ Link per Anmeldung bei elena.kiesel@uni-erfurt.deSchriftdolmetschen für die Lesung und das Gespräch mit LaFiT
→ Link per Anmeldung bei elena.kiesel@uni-erfurt.deAwareness-Konzept vor Ort
barrierearme Räumlichkeiten
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nur für den Erhalt des Link zur Online-Teilnahme an der Lesung und dem Gespräch erforderlich.
Zur Anmeldung, bei Fragen und Rückmeldungen wenden Sie sich bitte an:
Elena Kiesel, elena.kiesel@blindeflecken.com
Veranstaltende
“Schnack im Park” wird gemeinsam organisiert von:
Blinde Flecken e.V.
Professur für Neuere und Zeitgeschichte und Geschichtsdidaktik, Universität Erfurt
Die Idee für die Veranstaltung ist im Rahmen des Kooperations- und Aufarbeitungsprojekts DiTZu („Differenz – Transformation – Zusammenhalt“) der Universität Erfurt und der Stadt Erfurt erstanden. Das Projekt verbindet wissenschaftliche Perspektiven mit Erfahrungen aus der Stadtgesellschaft zur späten DDR- und Transformationszeit.
Näheres zum Projekt „DiTZu“ finden Sie hier